Eine Bildungspolitik, die Zürich gerecht wird

Die Zürcher Bildungspolitik ist in den letzten Jahren arg in Schräglage geraten. Die Folgen sind mittlerweile kaum mehr zu übersehen:

  • Fast überall im Kanton fehlt es an Kita-Plätzen und Frühförderungsangeboten – obwohl diese elementar wichtig sind, um mehr Vereinbarkeit und Chancengerechtigkeit für Familien und Kinder im ganzen Kanton zu erreichen.
  • Der Lehrpersonenmangel in der Volksschule verschärft sich jedes Jahr weiter. Doch anstatt Lehrpersonen endlich wirksam zu entlasten und den Beruf wieder attraktiver zu machen, nimmt gerade die administrative Belastung von Klassenlehrpersonen immer weiter zu.
  • Während der Pandemie überliess die Bildungsdirektion die Schulen und Lehrpersonen über weite Strecken ihrem Schicksal, anstatt Verantwortung zu übernehmen. Das führte vielerorts zu Unsicherheit, Stress und Frust.
  • Beim Übertritt ins Gymnasium kann man immer weniger von fairen Chancen für alle Jugendlichen sprechen. Für diejenigen, die sich keine teuren Vorbereitungskurse leisten können, droht die Aufnahmeprüfung zur schier unüberwindbaren Hürde zu werden.
  • Und last bot not least ist der Ausschluss aus dem Forschungsprogramm Horizon Europe eine Katastrophe für den Forschungsstandort Zürich – doch der Kanton macht kaum Druck in Bern, um endlich eine Einigung mit der EU zu erzielen.

Um hier das Ruder herumzureissen, braucht es Führungsstärke – und einen klaren Plan:

Kitas: Genug Kita-Plätze für alle Kinder – im ganzen Kanton.

  • Genügend und bezahlbare Kita-Plätze im ganzen Kanton, wie sie die Kita-Initiative der SP fordert
  • Entlastung der Gemeinden bei der Bereitstellung von bezahlbaren Kita-Plätzen – z.B. durch einen höheren Kantonsanteil an ihre Finanzierung

Volksschule: Lehrpersonen entlasten, Klassen verkleinern.

  • Gezielte Entlastung von Klassenlehrpersonen im neuen Berufsauftrag
  • Mehr Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten für Lehrpersonen
  • Mehr Chancengerechtigkeit durch flächendeckende Frühförderung und Schulsozialarbeit

Gymnasium: Zugangschancen für alle sicherstellen.

  • Prüfungsfreier Übertritt ins Gymnasium, aufgrund Empfehlungen und Leistungsbeurteilungen
  • Gezielte Förderprogramme für begabte Jugendliche aus sogenannt «bildungsfernen» Familien

Hochschulen: Den Forschungsstandort verteidigen.

  • Konsequenter und beharrlicher Einsatz beim Bund für die UZH und für die Vollassoziierung bei Horizon Europe
  • Mehr Mitsprache für Studierende
  • Bessere Anstellungsbedingungen für Forschende im universitären Mittelbau